Wer kennt es nicht. Das schöne Gefühl mit einem völlig überteuerten Coffee-to-go-mit-eingerührtem-Aroma-Becher durch die Straßen zu laufen. Irgendwie ist das ganz Business-like, hat Stil und ein bisschen den VIP-Glanz. Da nimmt man auch gern einmal hin, dass so ein Lecker-Becher bis zu 4 Euro kosten darf. Schließlich ist es „in“. Starbucks und Co. forcieren dieses Image und definieren sich auch irgendwie darüber. Die Kundschaft ist jung, trendy, irgendwie urban, yuppi-like, wichtig, stylisch und imagebedürftig. Dies lässt sich hervorragend bedienen und man kann die Preise einfach hochschrauben. Schließlich sieht ein Starbucks-Cup in der Hand irgendwie besser aus als der weiße Plastebecher vom Eck-Bäcker.
Seit einiger Zeit hat sich ja nun auch McDonalds in dieses Territorium vor gewagt. Weg vom ungesunden, fettigen, Herzhaft-Fast Food – hin zum ungesunden, fettigen Süß-Fast Food. Schnell noch auf die Kaffeekultur-Welle aufgesprungen, erhofft man sich große Gewinne mit McCafé. Da der Markt aber nun auch schon dicht ist, muss man sich abgrenzen. Aber wie?
Mc Donald´s entschied sich dazu, sich wenigstens in diesem Bereich irgendwie dem Trend entgegen setzen zu wollen und fährt in den Staaten jetzt die Kampagne „Unsnobby Coffee“. Auf der dazugehörigen Seite heißt es sinngemäß: „Mc Donalds macht auch einfach guten Kaffee, ohne Fantasienamen und ohne Schnickschnack…“
Die dazugehörige „Snobby coffee intervention“ soll Freunde überzeugen, dass Kaffee auch völlig un-arrogant genießen kann, d.h. man muss dafür kein Snob sein…
Tolle Geschichte. Eigentlich sind Kampagnen ja immer so unglaubwürdig und künstlich. Dass man sich beim Genießen von McDonalds Produkten aber nicht wie ein Snob fühlt, tritt automatisch ein, wenn man eine Filiale (vorzugsweise in ländlicher Gegend) betritt, oder?



Ein Kommentar
slow food!