Alles Geschmackssache, dachte der Affe und biss in die Seife.

Manchmal frage ich mich:“Warum mache ich das alles eigentlich?“. Warum steckt man als Mensch in diesem Strudel aus Arbeit, schlechtem Wetter, dummen Menschen, Ungerechtigkeiten und Dingen wie Spülmaschine ausräumen?

Gut. Zugegeben: es gibt auch schöne Dinge im Leben. Aber an die erinnert man sich meist kaum, weil die schlechten Dinge so unheimlich dominant sind. Warum hat sich der Mensch dieses System ausgedacht? Ein System, welches einem vorschreibt, dass man früh aufstehen muss um  den ganzen Tag zu arbeiten, dann Geld, also ein Tauschmittel, zu verdienen, um es dann wieder abzugeben. Wer hat sich ausgedacht, dass es unheimlich wichtig ist, ganz viel von dem Tauschmittel zu bekommen und irgendwo zu bunkern? Es ist ein Tauschmittel. Also muss es getauscht werden. Gegen Dinge. Das muss doch reichen, oder?

Wer  hat sich ausgedacht, dass es eigentlich eine Grundbedingung ist, sich gegenseitig zu verarschen? Verträge, Abonnements und der einfache „Warentausch“ (also das Einkaufsprozedere) – nichts geht mehr ohne Kleingedrucktes, ohne Selbstbereicherungsklauseln, ohne Gewinnmaximierungsgedanken und ohne dem Motto „Ich hab mehr als du“.

Wer hat sich ausgedacht, dass man immer besser sein muss als der andere? Schneller, hübscher, dünner, leichter, witziger, kreativer, belastbarer, flexibler. Was soll man denn noch alles sein? Kann man nicht einfach einmal sein was man ist? Nämlich Mensch?

Hat der der einfache Bauer Weinfried früher auch dem Viehhändler Siegmund eine halbe Kartoffel zu wenig in den Korb gepackt und sich dann wie ein Schnitzel darüber gefreut?

Alle reden vom Fortschritt. Wenn er das ist, dann ist Fortschritt ein Rückschritt.

Alles hat Grenzen, nur die Dummheit ist unendlich.


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