Cheese!

Werbung ist nicht einfach nur das stumpfsinnige Anpreisen von Waren, die man eh nicht haben will. Eigentlich ist Werbung eine Kunst. Vor allem dann, wenn sie Spaß macht, wenn sie fasziniert, wenn sie überrascht und man hinterher nickt, lächelt und sich denkt „Jawoll. Sehr gut“.

Die meisten Clips, Anzeigen und Plakate gehen leider selten über das Niveau eines Circus Roncalli-Pappplakats am Straßenrand einer dicht befahrenen Bundesstraße hinaus. Meist liegt es wohl daran, dass versucht wird, Dinge an die erste Assoziationsebene zu fesseln, dass man sich weigert, auch nur ein wenig in die zweite oder gar dritte Assoziationsebene vorzudringen, querzudenken, oder einfach einmal Dinge von einer völlig anderen, gar abstrusen Ebene anzugehen. Sprich: es bleibt beim Nennen von Vorteilen und beim gereimten „Kauf doch“-Spruch. Das ist langweilig, für einen halbwegs normal denkenden Menschen auch nach mindestens 2  ½ Sekunden durchschaut und schont das Großhirn vor allzu großen Denkprozessen. Die Folge: Werbesynapsen fahren sich in eine visual and acoustic blindness zurück und jegliche Form von Werbung wird vom Menschen gekonnt ignoriert oder mit garstigen Kommentaren versehen.

Das sollte nicht unbedingt das Ziel eines jeden Werbetreibenden sein. Dass es auch irgendwie einfach und trotzdem gut geht, zeigt folgendes Beispiel.

Man nehme eine LED-Leinwand, einen berühmten Touri-Ort, an die Kameras nur so klicken und ein paar lustige Motive – und ZACK! Fertig. Perfektes Marketing.

So hat es McDonald´s einfach getan. Oder wahrscheinlich von einer schicken Agentur tun lassen. Man muss sich schon einiges einfallen lassen, um auf der bunten Werbefläche am Piccadilly Circus in London aufzufallen. Mit Motiven, die man einfach mit auf dem Bild haben möchte, schafft man das. Wer wollte nicht schon immer mal eine Denkblase mit einem Burger über dem Kopf auf nem Foto haben?!

via brainwash


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